ISO/TC 83/SC 6,

internationaler Unterausschuss innerhalb von ISO/TC 83, der sich der Standardisierung im Bereich der Kampfkünste widmet. SC 6 befasst sich mit den spezifischen Anforderungen von Kampfkünsten und deckt sowohl traditionelle als auch moderne Disziplinen sowie deren Ausübung in Freizeit-, Wettkampf- und gesundheitsbezogenen Kontexten ab.

Sein Ziel ist es, weltweit anerkannte, praxisorientierte und sicherheitsorientierte Normen für Kampfsport- und Kampfkunstdisziplinen zu entwickeln – von der Definition zentraler Begriffe und Anforderungen an Sportgeräte bis hin zu Prüfkriterien für Qualität und Sicherheit.

ISO/TC 83/SC 6 berücksichtigt bei der Normungsarbeit auch die spezifischen Bewegungsmuster und charakteristischen Techniken der jeweiligen Kampfkunst, um sicherzustellen, dass die Anforderungen die praktischen Gegebenheiten im Training wie im Wettkampf realistisch abbilden.

Deutsch:

Wie wir arbeiten

Im dynamischen Bereich der Kampfkünste, in dem Trainingsmethoden, Ausrüstung und internationale Beteiligung sich ständig weiterentwickeln, stellt ISO/TC 83/SC 6 „Martial Arts“ sicher, dass seine Arbeit mit diesen Entwicklungen Schritt hält.

Innerhalb seines Zuständigkeitsbereichs integriert SC 6 systematisch neue Ideen und Perspektiven.

Experten verfolgen aktuelle Trends sowohl in traditionellen als auch modernen Kampfkünsten, teilen ihre Erkenntnisse und übersetzen dieses Fachwissen in Internationale Normen, die den praktischen Bedürfnissen von Praktizierenden, Veranstaltern, Herstellern und Aufsichtsbehörden entsprechen – und zugleich auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten.

ISO/TC 83/SC 6 gewährleistet einen klaren Rahmen für die Zusammenarbeit.

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Nationales Mitgliedsorgan in der ISO

 

Regelmäßige Sitzungen, Workshops und technische Präsentationen bieten Raum für sachliche Diskussionen, fachliches Networking und gemeinschaftliche Problemlösung.

Diese Plattform ermöglicht es SC 6, relevante Bedürfnisse aus der Praxis zu erkennen, geeignete Normungsprojekte zu starten und Dokumente zu entwickeln, die Sicherheit, Leistung und Zuverlässigkeit im Kampfkunsttraining und Wettkampf stärken.

Die Qualität der Ergebnisse beruht auf der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten. Mitglieder, Experten, Convenors, Chairperson und der Committee Manager arbeiten als koordiniertes Team zusammen und bringen vielfältige praktische und technische Erfahrungen ein. Durch kontinuierlichen Dialog, gemeinsame Lösungsarbeit und gegenseitige Unterstützung stellt ISO/TC 83/SC 6 sicher, dass Normen für Kampfkünste systematisch entwickelt, angewendet und weiter verbessert werden.

Normung lebt von praktischer Fachkompetenz. Verbände, Hersteller, Forschende und Trainer sind herzlich eingeladen, ihr Spezialwissen in unsere internationale Arbeitsgruppe einzubringen.

 

Unser Team und unsere Arbeitsstruktur

ISO/TC 83/SC 6 “Martial Arts” bringt Fachleute aus der ganzen Welt zusammen und gliedert ihre Arbeit in zwei fokussierte Arbeitsgruppen:

Arbeitsgruppe 1 (WG 1): Kleidung für Kampfkünste
Entwicklung internationaler Normen für Uniformen und Schutzkleidung – von traditionellen Bekleidungen bis hin zu modernen Funktionstextilien, die in Training und Wettkampf eingesetzt werden.

Arbeitsgruppe 2 (WG 2): Ausrüstung für Kampfkünste
Schwerpunkt auf Trainings- und Wettkampfausrüstung, einschließlich Schutzmaterial und Trainingsgeräten, um eine sichere, faire und hochwertige Praxis zu unterstützen.

ISO/TC 83/SC 6 wird von einem erfahrenen Kernteam geleitet:
Michael Haus, unser Vorsitzender von ISO/TC 83/SC 6
Michael Haus, unser Vorsitzender von ISO/TC 83/SC 6

Herr Michael Haus ist seit 2001 in der Normung tätig und bringt über zwei Jahrzehnte Erfahrung in seine Führungsaufgaben innerhalb der ISO ein. Er ist Vorsitzender von ISO/TC 83 sowie Vorsitzender von ISO/TC 83/SC 6 “Martial Arts” und unterstützt beide Gruppen bei der Entwicklung hochwertiger Internationaler Normen. Kürzlich wurde er erneut als Vorsitzender von ISO/TC 83/SC 6 gewählt, was das Vertrauen der internationalen Kampfkunstgemeinschaft in seine Leitung bestätigt.

Michael Gäbel
Michael Gäbel
ISO/TC 83/SC 6 Committee Manager
(DIN)

Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die neuesten Projekte, die derzeit in ISO/TC 83/SC 6 entwickelt werden.

Wenn Sie an einer Mitarbeit in einem dieser Projekte interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Ihr Nationales Mitgliedsorgan, um als Experte registriert zu werden.

Unter ISO/TC 83/SC 6 werden derzeit Normen für „Martial arts — Wushu-Wettkampfstock“ und „Martial arts — Wushu-Wettkampflanze“ entwickelt.

Die Entwicklung einer Norm für “Martial arts — Wushu competition stick and spear” kann in mehrfacher Hinsicht zu “Gesundheit und Wohlergehen” beitragen:

Klare Anforderungen und Prüfverfahren für Wettkampfstöcke und -lanzen erhöhen die Sicherheit und helfen, ausrüstungsbedingte Unfälle und Verletzungen zu vermeiden.

Sichere und zuverlässige Ausrüstung fördert wiederum regelmäßiges Training und die Teilnahme am Wushu, unterstützt einen aktiven Lebensstil und stärkt die körperliche Fitness.

Standardisierte und geprüfte Ausrüstung bietet auch Vorteile für die mentale Gesundheit: Wenn Sportler sich auf die Qualität und Leistung ihrer Ausrüstung verlassen können, erleben sie mehr Vertrauen und weniger Angst während Training und Wettkampf.

Darüber hinaus stellen harmonisierte Spezifikationen sicher, dass die Ausrüstung bei verschiedenen Herstellern und in unterschiedlichen Regionen gleichbleibend funktioniert und damit faire und berechenbare Bedingungen für alle Teilnehmenden schafft.

Durch die Förderung eines sicheren und standardisierten Umfelds unterstützt diese Initiative sowohl die körperlichen als auch die psychischen Dimensionen von Gesundheit und Wohlergehen. Die Norm hilft Sportlern, auf die Sicherheit ihrer Ausrüstung zu vertrauen und mit reduziertem Verletzungsrisiko zu kämpfen.

Wir laden Verbände, Hersteller, Forschende und Trainer jederzeit herzlich ein, ihr Fachwissen in die internationalen Arbeitsgruppen einzubringen. Bitte wenden Sie sich hierfür an Ihre nationale Organisation.

Taijiquan (Tai Chi) – Sanfte Bewegung, starke Normen


Taijiquan verbindet langsame, fließende Bewegungen mit tiefer Atmung und Konzentration und bietet in jedem Alter eine schonende, leicht zugängliche Möglichkeit, Kraft, Balance und innere Ruhe aufzubauen. Indem diese traditionelle Kampfkunst in moderne Normen eingebettet wird, unterstützt ISO/TC 83 eine sichere, hochwertige Praxis, die Stürze verringern, das Wohlbefinden steigern und Menschen ein lebenslang aktives Leben ermöglichen kann.

Taijiquan (Tai Chi)

ist eine traditionelle chinesische Kampfkunst, die langsame, fließende Bewegungen mit tiefem Atmen und mentaler Konzentration verbindet. Als schonende, leicht zugängliche und ganzheitliche Praxis kann Taijiquan maßgeblich dazu beitragen, „gesunde Lebensweisen zu gewährleisten und das Wohlergehen für alle in jedem Alter zu fördern“. Regelmäßige Praxis unterstützt Herz‑Kreislauf‑ und Atemfunktion durch kontrollierte Atmung und sanfte, kontinuierliche Bewegung. Das Training in Taijiquan hilft, Gleichgewicht, Koordination und Beweglichkeit zu verbessern und verringert das Risiko von Stürzen und Verletzungen, insbesondere bei älteren Menschen.

Da Taijiquan gelenkschonend und sehr anpassungsfähig ist, kann es sicher von Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen praktiziert werden, auch von Personen mit chronischen Erkrankungen. Dadurch wird es zu einem wertvollen Bestandteil einer inklusiven primären Gesundheitsversorgung und von Programmen zur Gesundheitsförderung in der Gemeinschaft.

Taijiquan kann in öffentlichen Parks, Schulen, Gemeindezentren und betrieblichen Gesundheitsprogrammen unterrichtet werden – auch in ressourcenarmen Umgebungen, da nur wenig Ausrüstung, Raum und Kosten erforderlich sind. Diese Offenheit unterstützt den allgemeinen Zugang zu gesundheitsfördernden Aktivitäten und steht im Einklang mit den Zielen der universellen Gesundheitsversorgung, indem sie die Komponenten „Prävention“ und „Gesundheitsförderung“ in Gesundheitssystemen stärkt.

Bei der Entwicklung von Normen für Taijiquan beziehen ISO/TC 83/SC 6 und seine Arbeitsgruppen in der technischen Arbeit aktiv anerkannte Meister der jeweiligen Stilrichtungen aus China ein.

Diese Meister bringen jahrzehntelange praktische Erfahrung, ein tiefes Verständnis der technischen Inhalte sowie umfassendes Wissen über den historischen und kulturellen Hintergrund ein. Durch die enge Zusammenarbeit mit anerkannten Autoritäten der einzelnen Taijiquan‑Stile stellen die Normen eine authentische Darstellung charakteristischer Bewegungsprinzipien, Techniken und Lehrtraditionen sicher und erfüllen zugleich die Anforderungen moderner Trainings‑, Wettkampf‑ und gesundheitsbezogener Anwendungen.

Normung lebt von praktischer Fachkompetenz. Wir laden Verbände, Hersteller, Forschende und Trainer jederzeit herzlich ein, ihr Spezialwissen in die internationalen Arbeitsgruppen einzubringen. Bitte wenden Sie sich hierfür an Ihre nationale Organisation.